Aktuelles

25.11.2020 – Mitteilung

Abschied aus der Elternbildung

Aus guten Gründen, aber dennoch mit schwerem Herzen verabschiedet sich die Frauenzentrale nach 30 Jahren aus der Elternbildung und übergibt neu dem Kanton die Verantwortung.

1990/91 wurden von einer Arbeitsgruppe die ersten Kurse zum Thema Elternbildung angeboten und die Themen wie «Wenn Kinder streiten»  oder «Pubertät – Zeit der Veränderung» sind zeitlos und noch heute aktuell. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Elternbildung stetig weiter, die Nachfrage war vorhanden, Veranstaltungen mussten teilweise doppelt geführt werden, Buchvernissagen und Konzerte bereicherten das Angebot. Unter den engagierten Leitungen von Ursula Regez, Myrta Giovanoli, Magdalena Fischer, Angelika Echsel, Lisa Schlatter, Irena Zweifel und Elisabeth Brugger, tatkräftig unterstützt von den verschiedenen Mitgliedern der Arbeitsgruppe konnte sich die Elternbildung im Kanton etablieren.

2013 schloss die Frauenzentrale erstmalig eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton über das Angebot der Elternbildung. Doch die Zeiten änderten sich. Trotz gutem Ruf und grosser Zufriedenheit bei den Besucher*innen der Veranstaltungen entwickelten sich die Zahlen rückläufig und trotz verschiedenster Bemühungen konnte das Ziel, möglichst viele Eltern anzusprechen, nicht mehr erreicht werden. Die Kommission führte dies in erster Linie darauf zurück, dass eine Anpassung an die Ansprüche der heutigen Gesellschaft den Rahmen der Ehrenamtlichkeit sprengt und nach professionalisierten Strukturen verlangt. Ihr Vorschlag einer Fachstelle zur Bündelung aller Angebote rund um Familie und Eltern fand im entsprechenden Regierungsdepartement leider keinen konkreten Zuspruch. Daher entschloss sich die Kommission zum Rücktritt und die Frauenzentrale verzichtete auf eine Erneuerung der Leistungsvereinbarung.

07.11.2020

Absage Kochkurs 2, Tamilische Küche vom 11.11.2020

Unsere Kochexpertinnen steckten bereits tief in den Vorbereitungen für den Tamilischen Kochkurs. Doch leider macht uns die Corona-Situation ein zweites Mal einen Strich durch die Rechnung. Die Auflagen des BAG und die aktuellen Fallzahlen verhindern leider, dass ein entspannter Kochabend durchgeführt werden kann. So halten wir es für vernünftig, den Tamilischen Kochkurs vom 11.11.2020 abzusagen.

Herzlichen Dank für das grosse Interesse. Gerne möchten wir diesen Kochkurs im nächsten Programm wieder einplanen.

08.06.2020-Medienmitteilung der Frauenzentrale Glarus

Frauen in und nach der (Corona) Krise 

Frauen waren in der vergangenen Woche der Coronakrise die sozialen Airbags der Gesellschaft. Sie haben in systemrelevanten Berufen (über)lebenswichtige Arbeiten geleistet, zu Hause Kantinen ersetzt, sich als Hilfslehrerinnen betätigen müssen, ausgefallene Grosseltern kompensiert, ihren üblichen Teil zum Haushalt beigetragen und ganz nebenbei auch noch im homeoffice gearbeitet. Und die allgemeine Krise ist für viele von ihnen zur ganz persönlichen Krise geworden. Die Frauenzentrale des Kantons Glarus versucht Hand zu bieten.

«Es hat vermehrt Beratungsbedarf zu den Themen Trennung, Scheidung und auch häusliche Gewalt gegeben», führt Constanze Neumann, Beraterin der Frauenzentrale Glarus, aus. Auch dies ein Nebeneffekt der Coronakrise, die für viele Frauen zu einer ganz persönlichen Krise geworden ist, denn im beengten Miteinander während dieser Ausnahmezeit, sind vermehrt häusliche Konflikte aufgebrochen, die im «normalen» Alltag oftmals untergehen oder weggedrückt werden können. Dass viele Frauen Berührungsängste vor offiziell wirkenden Stellen haben, ist für Neumann offensichtlich: «Die Frauen kommen zu uns, weil sie wissen, dass wir unabhängig und zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.» Dazu gehört auch, dass Beratungen an einem neutralen Ort durchgeführt werden.

Die häusliche Gewalt gegenüber Frauen hat, so sagen die Mitarbeiterinnen vieler Beratungsstellen unisono, während des Lockdowns zugenommen. Und die Dunkelziffer ist hoch, denn viele Frauen sind zu eingeschüchtert und traumatisiert, um Hilfe zu suchen.

Doch die Hilfe, das Sich-Aussprechen-Können ist elementar, um Wege aus der Krise zu finden, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Dahinter steht auch die Politik, die sich mit der Unterzeichnung des Istanbuler Abkommens verpflichtet hat, Massnahmen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt zu ergreifen. Und das ist bitter nötig, solange für Frauen in diesem Land der gefährlichste Ort die eigenen vier Wände sind.

Frauenzentrale Glarus, Beratung bei Krise, Trennung und Scheidung, tel: 078 792 75 87

www. frauenzentrale-glarus.ch

07.06.2020

Appell an den Bundesrat und das Parlament

Wann, wenn nicht jetzt? Frauen* zählen!

Die Frauenzentrale Glarus unterstützt den an Bundesrat und Parlament gerichteten Appell «Wann, wenn nicht jetzt? Frauen* zählen!». ⁠

14.05.2020

Stellungnahme der Frauenzentrale Glarus zur Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform)

Die Frauenzentrale Glarus nimmt Stellung zur Vorlage und den erläuternden Bericht zur Reform der beruflichen Vorsorge.

06.03.2020-Medienmitteilung

Neue Präsidentin der Frauenzentrale Glarus

Die Frauenzentrale Glarus hat eine neue Präsidentin. Britta Scheunemann übernimmt das Amt von Ann-Kristin Peterson.

Britta Scheunemann ist die neue Präsidentin der Frauenzentrale Glarus. Anfang März hat die Mitgliederversammlung des politisch und konfessionell neutralen Vereins, der sich seit 1957 für die Belange von Frauen und ihren Familien einsetzt, die Lehrerin der Kantonsschule zur Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Die neue Präsidentin ist mit den Themen und Anliegen der Frauen im Kanton aus ihrer bisherigen Arbeit als Mitglied der Gleichstellungskommission in Glarus bereits vertraut. Zudem kennt sie die hiesigen Strukturen und ist im Kanton sehr gut vernetzt.

Zwei Frauen gaben nach vielen Jahren ihre Posten im Vorstand ab. Selvete Krasniqi-Sadiku engagierte sich ehrenamtlich sieben Jahre in der Vorstandsarbeit mit unermüdlichem Einsatz beim Organisieren und Durchführen verschiedener Anlässe. Neu wurde an ihrer Stelle Helena Gregor gewählt. Fabiola Ellinger war sechs Jahre lang Vorstandsmitglied und Teil der Beratungsstelle. Während dieser Zeit beriet und unterstützte sie kompetent und engagiert im Auftrag des Vereins Frauen zu den Themen Trennung und Scheidung sowie in Mieterfragen. Die FZ legt grossen Wert auf die Kontinuität in der Beratung und Begleitung von Frauen aus dem Kanton in Krisensituationen und hat glücklicherweise schon eine neue Beraterin finden können.

Die derzeitige Ausnahmesituation (COVID 19) hat leider auch Auswirkungen auf die Durchführung der geplanten Aktivitäten des Vereins. So musste der vierte und letzte Kochkurs der diesjährigen Serie abgesagt werden. Ausfallen wird auch der für den 07.Mai geplante öffentliche Anlass mit anschliessender Diskussionsrunde über das traditionelle Familienmodell im Vergleich zu anderen Konstellationen. Bleibt zu hoffen, dass der für Mitte Juni angekündigte Kräuterspaziergang rund um Ennenda wie geplant stattfinden kann. Die Vorstandsfrauen mit ihrer neuen Präsidentin sind jedoch fest entschlossen, ihre erste gemeinsame Sitzung nicht ausfallen zu lassen. Falls notwendig, wird diese in einem virtuellen Konferenzraum durchgeführt.